HdA Portierhöhle:
zeitgemäße Architektur besetzt den Altbau. Ein plasmaartiger Körper besetzt, durchdringt, füllt den neobarocken Raum. Maximaler Kontrast von Neuem und Altem bei geringster Veränderung des Bestandes.

Der Austritt des Windfangs zoniert die Einfahrt / den Hof und verweist auf den Haupteingang des HdA´s. Die Ausbrüche der Haut bei den bestehenden straßenseitigen Öffnungen erregen Neugierde und repräsentieren den ungewöhnlichen Inhalt. Des weiteren agieren sie als Einsichtschutz für den Innenraum.
Wohnraum:
Der Wohnraum kommt ohne kulturell determinierte Elemente aus. Statt Boden, Wände, Tisch, Bett, etc. bietet der Raum verschiedene Zonen, die flexibel aneigenbar sind. Unterschiedliche Oberflächeneigenschaften wie hart, weich, starr, beweglich, flach und krumm in Kombination mit der organischen Gesamtform ermöglichen dies. Elemente wie z.B. Öffnungen werden ebenfalls nicht im „klassischen“ Sinn ausgeführt, sondern dem Material und der Großform entsprechend gedeutet.
Der Bewohner:
Der temporäre Bewohner, der sich außerhalb seiner gewohnten Umgebung befindet, erhält eine Geborgenheit spendende Hülle, in der er seine individuellen Wohnbedürfnisse und Vorlieben aufspüren kann. Ein Maß an Neugierde und kindlicher Entdeckungslust wird vorausgesetzt.
Die Technik:
Technisch wurde eine möglichst einfache und kostengünstige Lösung gefunden. Es wird weitgehend auf grobe Veränderungen des Bestandes, sowie auf teure Hightech Materialien verzichtet. Die Haut besteht aus Nylongewebe, Filz und Styropor. Sie ist wasser- und schmutzabweisend, dampfdurchlässig und wärmedämmend. Die Form liegt im unteren Bereich auf einer Spanplatten Unterkonstruktion, und wird an den bestehenden Wänden und der Decke, bzw. dem Dachstuhl mit Spannfedern abgehängt. Dadurch bleibt die Form auch während des Gebrauchs flexibel und reagiert auf das Handeln des Benutzers.